Was Arbeitnehmer von Ihnen oder Ihrem Unternehmen halten
Hurra, es gibt mich!
Hurra, ich habe mich gefunden! Im Internet. Und überwiegend nette Sache. So ein Glück. Aber Hand aufs Herz: Haben Sie schon mal unter google. groups oder auch in Blogs nachgelesen, was Arbeitnehmer von Ihnen oder Ihrem Unternehmen halten?
Ein mir bekannter Arbeitgeber hat das gerade gemacht (das hat mich erst auf die Idee gebracht, mal nachzuschauen, ob es mich auch gibt …) und ist aus allen Wolken gefallen. Dort schrieb tatsächlich eine anonyme Person, er sei ein Sklavenhalter, die Kollegen seien Idioten und die Vorgesetzten keinen Deut besser.
Die Dame hatte das ganze zwar anonym geschrieben, aber sie ist dabei nicht besonders geschickt vorgegangen. Über eine Verlinkung auf die Privathomepage der Schreiberin stand gleich fest: Bei der Dame handelt es sich um eine Mitarbeiterin.
Was dann geschah, können Sie sich vorstellen: Die vom Unternehmen offensichtlich nicht so recht überzeugte Arbeitnehmerin erhielt die fristlose Kündigung (die übrigens auch einer gerichtlichen Überprüfung standgehalten hat).
Doch warum ich Ihnen von diesem Fall berichte, hat einen anderen Grund:
Sie können – natürlich – nicht beeinflussen, was Ihre Mitarbeiter in der Freizeit so über Ihr Unternehmen zu berichten haben. Sie sollten aber genau überprüfen, was davon im Internet steht – und sofort die Reißleine ziehen. Denn gerade jetzt, in einer Zeit, in der Fachkräfte immer schwieriger zu bekommen sind, ist es enorm wichtig, dass ein Bewerber, der Ihr Unternehmen im Vorfeld der Bewerbung „ausgoogelt“, nicht durch eine solch üble Nachrede verschreckt wird.
Natürlich – ein optimales Betriebsklima und ein fairer Umgang miteinander sind noch immer der beste Schutz vor solchen Einträgen. Aber es wird immer mal wieder Mitarbeiter geben, die sich aus diesem oder jenem Grund vergrätzt fühlen und sich dann im Internet Luft verschaffen.
Übrigens:
Juristisch gesehen sind negative Behauptungen, die über das Internet weltweit zugänglich sind, als üble Nachrede anzusehen und stellen damit eine Straftat dar.
So – und damit ist due Woche auch geschafft. Was machen Sie am Wochenende? Ich habe, ehrlich gesagt, noch keine Pläne. Vielleicht arbeite ich mal den aufgelaufenen Arbeitsrückstau ab. Aber irgendwie vergeht einem ja schon bei dem Wort „aufgelaufener Arbeitsrückstau“ die Lust. Ächz, das wird ein hartes Stück Arbeit. Da wünsche ich Ihnen lieber: Sonne, Freizeit und nette Menschen um Sie herum!
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