Gestern wurden von einem Fernsehsender Menschen auf der Straße interviewt, wie sie Weihnachten feiern werden und ob sie sich – aufgrund von Rezession und Wirtschaftskrise – bei Geschenken oder Reisen einschränken. Einer der Interviewten brachte es auf den Punkt: Jetzt ist Weihnachten – und danach sehen wir weiter.
Richtig so. Das für die meisten Menschen schönste Fest der Welt sollten auch Sie sich nicht vermiesen lassen. Ganz egal, welche Horrormeldungen die sogenannten „Experten“ auch in dieser Woche wieder verbreiten werden.
Der Kölner hat ein schönes Motto: „Et kütt wie et kütt“, was sich in etwa mit „Man muss die Dinge nehmen wie sie sind“, übersetzen lässt. Der Kölner hat aber auch noch ein zweites Motto: „Et hätt noch immer jotjejange“. Übersetzt: „Und außerdem wird es meistens gar nicht so schlimm wie befürchtet.“
Insofern wünsche ich Ihnen in dieser letzten Ausgabe diesen Jahres etwas rheinisches Gemüt – vor allem aber: Ein schönes, harmonisches Weihnachtsfest mit den Menschen, die Ihnen wichtig sind. Mit den Freunden, die Sie wirklich mögen. Und ohne Pessimisten, die eine bunte Welt und eine graue Welt schwarz sehen.
Denken Sie immer daran: „Ein Pessimist ist ein Mensch, der sofort nach dem Sarg Ausschau hält, wenn er Blumen gerochen hat“, so der amerikanische Journalist und Essayist Henry Louis Mencken. Doch auch für solche Menschen hat der Kölner eine Lebensweisheit parat: „Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet.“. Was nichts anderes heißt als: Bäh mit rausgestreckter Zunge.
Strecken Sie den Pessimisten die Zunge raus. Bieten Sie Griesgramen die Stirn. Und freuen Sie sich mit Familie, Freunden und denen, die Ihnen am Herzen liegen, auf und über das Weihnachtsfest 2008. Ich finde, ein schöneres Motto kann es gar nicht geben!

