Absurde Vorschläge zur Krisenbehebung

Freitag 17. April 2009 von admin
Kategorie: Allgemein, Politik |
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banker-gruppeKrisenschluss!

Heute habe ich in „Arbeitsrecht Online“, einem Arbeitgeber-Schnelldienst, im Editorial Folgendes geschrieben:

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

derzeit muss die Wirtschaftskrise als Begründung für jeden noch so halbgaren Vorschlag herhalten. Auslöser der Wirtschaftskrise seien die Banker mit ihrer Maßlosigkeit gewesen. Damit eine solche Maßlosigkeit nie wieder vorkommen kann, müsse man den Bankensektor stärker kontrollieren. Dass bei jeder größeren Bank namhafte Politiker im Aufsichtsrat sitzen, wird dabei gerne unter den Tisch fallen gelassen.

Die Wirtschaftskrise muss auch für die Forderung nach Ausweitung der betrieblichen Mitbestimmung herhalten. Einige Politiker sagen: „Die Mitbestimmung hat sich in der Krise bewährt. Wenn sie ausgebaut wird, kann sie sich noch weiter bewähren. Einige Gewerkschaften haben bereits Forderungen aufgestellt, nach denen bei jeder wichtigen Unternehmensentscheidung der Betriebsrat mitbestimmen soll.“

Auch die Forderung nach „flächendeckenden Mindestlöhnen“ findet jetzt eine Begründung im Thema „Wirtschaftskrise“. Diese wäre nämlich viel weniger schlimm ausgefallen, wenn die Geringverdiener mehr Geld zum Ausgeben hätten. Deshalb müssen Mindestlöhne her.

Der einzige Trost, der angesichts solcher Vorschläge bleibt, ist ein Blick in die Geschichte: Krisen standen meist schon kurz vor ihrem Ende, wenn die Forderungen zur Behebung derselben immer absurder wurden.

Nehmen Sie also solche Vorschläge gelassen hin. Ganz nach dem Motto: Es kann nur besser werden!

Und wissen Sie was? Ich habe von einigen Lesern einen Satz heißer Ohren dafür bekommen. Macht aber nichts. Denn: Ich sehe das wirklich so …

 

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