Weltstar werden
Manchmal frage ich mich: „Bin ich bekloppt, oder sind es die anderen?” Zum Beispiel dieser Matthew Robson, der sich gerade anschickt, eine Börsenberühmtheit zu werden. Wie, den kennen Sie nicht?
Nun gut, das ist keine Schande. Der junge Mann ist Engländer, 15 Jahre alt – und hat gerade ein Schülerpraktikum bei der amerikanischen Bank Morgan Stanley gemacht.
Die Bank hat dem jungen Mann eine interessante Aufgabe gestellt:
Er sollte die Mediengewohnheiten seiner Freunde beschreiben. Und weil die Analysten bei Morgan Stanley den Bericht für hochinteressant hielten, haben sie ihn veröffentlicht. Die Veröffentlichung hat hohe Wellen geschlagen. Die Bank selbst spricht von „einigen der klarsten und aufrüttelndsten Erkenntnisse, die wir je gesehen haben.”
Was sind diese „klaren” und „aufrüttelnden” Erkenntnisse?
(Ich sage es Ihnen gleich, wenn Sie „twittern”, wird’s bitter:)
- Twittern ist nur was „für ältere Menschen”.
- Jugendliche wollen sich nicht nach dem normalen Fernsehprogramm richten und „geben sich nicht damit ab”, Radio zu hören. Musik gebe es auch ohne Werbung auf Webseiten wie last.fm
- Auch im Internet finden Teenager Werbung „extrem nervend und sinnlos”.
- Ihr Geld geben sie lieber für Kinobesuche, Konzerte und Spielekonsolen aus.
- Teenager lesen keine Zeitungen. Die meisten „machen sich einfach nicht die Mühe, seitenweise Texte zu lesen”, wenn es im Internet Zusammenfassungen gibt.
Warum dieser Bericht laut Morgan Stanley fünfmal mehr Resonanz erhielt als alle anderen Analystenberichte, bleibt mir allerdings ein Rätsel:
Jeder, der ein halbwüchsiges Kind zu Hause hat, erlebt dieses Verhalten täglich … Und twittert, sofern er oder sie ein „älterer Mensch” ist, eben heimlich. Oder im Büro.
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twitten nicht nur für ältere Menschen und Angela Merkel, aber voll unflexibel und von Steinzeiten geschrieben… mit Scype nicht zu vergleichen, so junge Mann hat absolute Recht auch was Werbung betrifft… geht echt auf die Nerven nicht nur für Junggeneration sondern allen…