Ein geldwerter Tipp, den viele Angestellte gar nicht kennen

Freitag 14. August 2009 von admin
Kategorie: Allgemein, Lohn & Gehalt, Steuern |
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140809_donnerstagEin Tipp unter Freunden

Es soll sich für Sie ja auch – nicht nur durch die Gratis-Downloads – lohnen, Steins Woche zu lesen. Deshalb hier ein wirklich geldwerter Tipp, den viele Angestellte in Deutschland gar nicht kennen – und deshalb jedes Jahr bares Geld ans Finanzamt verschenken. Also:

Neben der 30-Cent-Pauschale pro Entfernungskilometer (heißt: einfache Strecke) können Arbeitnehmer beim Finanzamt auch andere, höhere Kosten für die Fahrt zur Arbeitsstelle geltend machen.

Das betrifft zum Beispiel die Ausgaben für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Liegt der Preis der Fahrkarte über der 30-Cent-Pauschale, kann er angegeben werden.  Sogar eine Taxirechnung ist absetzbar, wenn Sie wegen Ihres kaputten Autos nur so in die Firma fahren konnten.

Ganz wichtig:

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Mit der Kilometerpauschale sind keine Ausgaben abgegolten, die zum Beispiel durch einen Unfall auf dem Weg zur Arbeit entstanden sind. Das bedeutet: Auch diese Unfallkosten können Sie zusätzlich absetzen.

Sollte Ihr Finanzamt zicken: Weisen Sie es auf das Ministeriumsschreiben 2009 0235775 hin!

Übrigens:

Gestern bekam ich eine böse E-Mail von einem „stellvertretenden Finanzamts-Vorsteher”. Tenor: Ich solle in meinem Newsletter „F.A.Q.-Daily (das ist der kostenlose Newsletter, in dem ich jeden Tag eine arbeitsrechtliche oder lohnsteuerliche und unternehmenssteuerliche Leserfrage beantworte. Wenn Sie ihn auch lesen möchten – einfach hier klicken) nicht immer so böse über das Finanzamt und seine Betriebsprüfer schreiben.

Ja, warum denn nicht? Ich kann doch auch nicht im Märchen vom Rotkäppchen schreiben, dass der böse Wolf plötzlich lieb ist … oder in Harry Potter den Lord Valdemort zum Liebling der Woche erklären … oder in Ali Baba der Steuerzahler und die 40 Räuber vom Finanzamt schreiben, dass die 40 die Guten und der eine der Schlechte ist …

4 Kommentare zu “Ein geldwerter Tipp, den viele Angestellte gar nicht kennen”

  1. Von Name *Neugebauer:

    Hallo Herr Stein,

    ich bin in der freien Wirtschaft tätig und trotzdem der Meinung, dass man nicht Ursache und Wirkung durcheinanderbringen sollte. Die Mitarbeiter der Finanzämter müssen das umsetzen was die Politik und die übergeordneten Instanzen fetlegen. So wie Sie den Gratisdownload anpreisen, den ich aber nur bekomme, wenn ich für den Testzeitraum eine Publikation des Verlages für den Sie tätig sind \bestelle\. Gratis heißt, ich muss nichts, aber auch gar nichts dafür tun. Auch nicht etwas bestellen, was ich zugegeben problemlos zurückschicken kann. Ich habe schon viele dieser Publikationen die gut sind. Aber das hat nichts mit Gratisdownload zu tun.
    Und eine Anmerkung zu einem Thema das mir immer wieder Schmerzen bereitet: Journalisten, die teilweise noch Germanisten sind, drucken oder veröffentlichen Texte, die dringend eines Lektors bedürften. Wegen der vielen Flüchtigkeitsfehler. Und die mit selbigen über Bildung und Höflichkeit herfallen. Ich bin kein Lehrer sondern Exberufssoldat und Jurist. Aber diese fehlerhaften Artikel, ebenso die vielen e-Mails, in denen nur klein geschriebn wird oder fehlerhaft, sind für mich ein Zeichen von Unhöflichkeit. Das liegt wohl an meiner altmodischen und konservativen Erziehung. Selbst die Chefredaktion meiner Heimatzeitung stimmt dem zwar zu, aber nichts ändert sich. Lieber weniger Quantität aber mehr Qualität. Ein schönes Wochenende.

  2. Von Günter Stein:

    Tja, das mit Betriebsprüfern ist trotzdem so eine Sache. Wußten Sie, dass die im jeweiligen Finanzamt wie in einer “Bundesliga-Tabelle” gelistet werden? Wer besonders viel Nachzahlungen reinholt, steigt auf, wer nur wenig macht, steigt ab. Ob das so ganz im Sinne des Erfinders ist?

    Wegen der Gratis-Downloads: Sie sagen es. So wie Sie kann man das durchaus machen und ist es auch legitim.

    Wegen der Rächtschreibung, äh, Rechtschreibung: Tja, ich flehe ständig zum Schutzpatron der Tippfehler, es hilft nichts. Natürlich lese ich – wie alle Redakteure – noch mal über die Texte, aber die eigenen Tippfehler sieht man einfach nicht. Insofern kann ich nur für jetzt und die Zukunft bitten: Verzeihung, es ist nicht unhöflich gemeint.

    Liebe Grüße
    GS

  3. Von Lolita.Durrani:

    Bei Kommentar von Herrn Neugebauer habe ich schon paar Tippfehlern entdeckt… Natürlich es ist auch schwer zu verlangen eine “Perfection” bei einem Exberufssoldat, aber Internet ist eben ein “Fluss von Informationen” die täglich oder Jahren geflegt werden oder doch nicht. Es hängt eben alles mit Provider, ob dort bezhalt wird oder nicht… Sicher brauchen wir Lektors. Es wäre gut, wenn die was schnell korriegeren, aber tun die das um sonst? Gut wenn jemand Deutsch perfect beherscht und nie Fehler macht. Qualität immer schön nur was heist Qualität: Information oder Deutsche Sprache ohne Inhalt? Schön ist, wenn Finanzamt nicht überall sich einmischt, da bischen Freihet brauchen wir noch und für kostenlose Download jeder freut sich. Problem aber, wenn ein Abo bestellt wird, brauchen wir ab sofort ein Dolmetscher um juristesche Sprache zu verstehen. Deswegen konnte wir keine Abo lang probieren, schweigen zu bestellen. (gemeint Abos von BWRmed!a) Ich entschuldige mich voraus für meine Fehlern… ich kann eben kein Deutsch und habe Germanistik nie studiert aber muss leider sehr viel in Deutsch schreiben und auch im Internet. Wenn jemand seine Dienste als Lektor anbieten konnte, würde ich sehr dankbar.

  4. Von Guenter Stein:

    Also – falls eine Leserin oder ein Leser Lust hat, für Lolita zu lektorieren – ich stelle den Kontakt gerne her.
    Grüße
    GS

 

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