Alle Jahre wieder: Der Welttoilettentag

Freitag 20. November 2009 von admin
Kategorie: Allgemein |
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donnerstag_201109Warum der 19. November ein ganz besonderer Tag ist

So ein Jahr geht erstaunlich herum. Ist es nicht erst gestern gewesen, dass ich an dieser Stelle über diesen wichtigen Tag geschrieben habe, den 19. November eben? Heute ist wieder Welttoilettentag. Ich möchte da jetzt gar nichts herausbringen, was in die Tiefe geht. Das habe ich bereits im letzten Jahr getan. Das brauche ich auch gar nicht. Denn eine wichtige Information ist mir im letzten Jahr glatt entgangen: Am 19. November ist nicht nur Welttoiletten-Tag – es ist auch Tag der Philosophie!

Da fragt sich natürlich der geneigte Betrachter: Passt das denn zusammen? Tag der Philosophie und Welttoilettentag? Die klare Antwort: Nichts passt besser.

An welchem Ort lässt es sich denn besonnener philosophieren als dort? Sind nicht vermutlich einige der größten Ideen der Menschheit dort entstanden? Ich glaube sogar, erst auf der Toilette haben Menschen in grauer Vorzeit das Feuer entdeckt. Warum sonst heißt es: „Ich mache dir Feuer unter dem Hintern?“

Und diskutieren wir nicht gerade allerorten über den neuen Trend – die Entdeckung der Langsamkeit. Das kann sich doch nur ein Mensch mit Prostataproblemen oder einer mit Darmverstopfung ausgedacht haben.

Oder denken Sie an die Vielzahl von Klosprüchen, die es allerorts zu bewundern gilt. Oder die Gespräche, die dort derweil geführt werden. Eine gewisse Petra Döring berichtet unter der Überschrift „ Klo-Philosophie“ in ihrem Blog davon:

Neulich waren wir im Museum. Es gab sehr viel zu sehen, so dass wir mehrere Stunden darin verbrachten. Da ist es nur eine Frage der Zeit, bis man nach der Tür mit dem „D“ Ausschau hält.

Hinter der Tür befanden sich drei Kabinen. Immer wenn ich drei Kabinen nebeneinander sehe, muss ich schmunzeln, weil mir ein alter Witz einfällt:

In der Damentoilette befinden sich drei Kabinen. Alle drei sind besetzt. Links sitzt Martha, rechts sitzt Emma. Martha und Emma sind fertig und gehen. Wie heißt die in der Mitte?
- na, Machtaleene! –

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Diesmal waren die linke und die mittlere Kabine schon besetzt, so dass für mich die rechte blieb. Ich hatte die Tür gerade hinter mir geschlossen. Da hörte ich, wie etwas zwischen den beiden Kabinen unter der Tür etwas durchgeschoben wurde. Dann ein leichtes Stöhnen.

Ich sah sämtliche Krimis der letzten Woche vor meinem geistigen Auge: DROGENSCHMUGGEL, LÖSEGELDÜBERGABE, Körperverletzung. Gleich knallts und ich bin Zeuge!

Plötzlich eine Stimme: „Man bin ick froh, dass du wenigstens Papier hattest!“
Ich stellte erleichtert fest, dass es sich nur um eine erste Hilfe für die Mittelkabine handelte, weil dort das Papier fehlte.

Dann fing die Dame in der Kabine links an zu philosophieren: „Ist dir eigentlich schon mal aufgefallen, dass sich in den letzten Jahren so vieles verändert hat? Nur det Klopapier hat sich nich verändert. Dat is immer gleich groß. Is dette nich komisch?“
Kabine Mitte: „Wieso? Mir reicht det so, ich komme damit klar. Die Größe is jenau so, wie ick det brauche. Aber die Marianne, die nimmt ja nur feuchtet Papier, wegen der HYGIENE. Det musste dir mal vorstellen. Nur FEUCHTET TOILETTENPAPIER! Na ja, eben `ne richtige Krankenschwester. Da muss’de, glob ick, so sein. Der ihre arme Familie.“
Kabine links: „Na, ja. DIE.“

Ich war versucht, meinen Sch…, äh Senf auch noch dazu zu geben, aber draußen wartete meine Familie. Als ich raus kam, wurde ich erwartungsfroh von zwei älteren Herren betrachtet. Die Enttäuschung, dass nur ich es war, sah man den beiden an. Ihre Damen hatten dann nach weiteren drei Minuten die Eigenarten von Marianne ausdiskutiert und widmeten sich, genau wie ich, weiterhin den Ausstellungsobjekten.

Gut, dass sie mal drüber gesprochen hatten.

8 Kommentare zu “Alle Jahre wieder: Der Welttoilettentag”

  1. Von Karl Beyer:

    Für mich liest sich der Text, als ob Herr Stein auf die Damentoilette gegangen ist.
    Warum?
    Investigativer Journalismus?

  2. Von Ruth Sylvester:

    Stimmt, der Gedanke ist mir auch gekommen.

    Oder es handelt sich um eine “Unisex-Toilette”! Darf ich mal indiskret fragen, in welchem Museum das war?

  3. Von at:

    “Am 20. November ist nicht nur Welttoiletten-Tag – es ist auch Tag der Philosophie!”

    stimmt nicht so ganz… Welt-Toiletten-Tag ist der 19.11. Seit dem 19. November 2001 findet der Welttoilettentag jährlich statt und wird von den Vereinten Nation mitgetragen.

  4. Von BWRmed!a:

    Besten Dank für den Tipp!

    Der kleine, aber ärgerliche Tippfehler wurde korrigiert.

  5. Von Guenter Stein:

    Bevor ich in Verdacht gerate – das Museumsbeispiel stammt wirklich vom Blog von Petra Döring …

  6. Von Hartmann:

    Sicher ist der 19.November ein besonderer Tag, mein Geburtstag.
    Vielleicht lese ich deswegen gerne auf der Toilette.

  7. Von Lolita Durrani:

    Mit Kalender ist nicht so einfach um zu entscheiden welcher Tag doch wichtig, besonders wenn jeder Tag was bedeutet und oft gefeiert wird. Mir ist 18. November besonders aufgefallen, so habe auch übernommen als schwarzen Tag für Telekomanleger und als Erinnerung das dem Werbung ja nie trauen darf… 19 November als Klo und Philosophie Tag ob seit 2001 oder 2002 eingeführt war, und wahnsinnige wichtige Tag zum Feiern jeder eben seine Sache… Aber um einen Blick zu behalten habe ich mir extra Kalenderblatt eingelegt und wird von 1und1 gepflegt, so wenn was falsch ich bin unschuldig sondern andere. Aber über 18.November hat Herr Stein so gut geschrieben, das will ich eine Weile auch aufbewahren als Denktag für Aktionär und Werbunghasser… (damals hatten uns Bankmanager eingeredet die Aktien zu kaufen)… lerne daraus: niemanden zu trauen…
    http://www.grundlich.de/5.html

  8. Von Hans:

    In der Damentoilette befinden sich drei Kabinen. Alle drei sind besetzt. Links sitzt Martha, rechts sitzt Emma. Martha und Emma sind fertig und gehen. Wie heißt die in der Mitte?
    - na, Machtaleene! –

    Irgendwie kapier ich den Witz nicht. Machtealeene?? Macht alleine (ihr Geschäft)… ich glaub ich steh aufn Schlauch

 

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