Max hat ein Herz. Sie bitte auch …
„Angelito“ hat auf ciao.de eine kleine Weihnachtsgeschichte veröffentlicht. Sie heißt:
VOM KLEINEN BAUMWOLLFADEN
Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass es nicht ausreicht, so, wie er war.
„Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach“, sagte er sich, „und für einen Pullover zu kurz. An andere anzuknüpfen, habe ich viel zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und farblos. Ja, wenn ich aus Lurex wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid. Aber so?! Es reicht nicht! Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Niemand mag mich – und ich mich selbst am wenigsten.“
So sprach der kleine Baumwollfaden, legte traurige Musik auf und fühlte sich ganz niedergeschlagen in seinem Selbstmitleid.
Da klopfte ein Klümpchen Wachs an seine Tür und sagte: „Lass dich doch nicht so hängen, du Baumwollfaden. Ich hab da so eine Idee: Wir beide tun uns zusammen. Für eine Osterkerze bist du zwar als Docht zu kurz und ich hab dafür nicht genug Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal. Es ist doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu jammern!“ Da war der kleine Baumwollfaden ganz glücklich, tat sich mit dem Klümpchen Wachs zusammen und sagte: „Nun hat mein Dasein doch einen Sinn.“
Und wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden und kleine Wachsklümpchen, die sich zusammentun könnten, um der Welt zu leuchten?!
Eine schöne Geschichte. Mit einem versöhnlichen Ende.
Ein versöhnliches Ende hat auch die Geschichte von Max gefunden … Doch das schönste Geschenk nützt nichts, wenn es auf dem Dachboden bleibt, weil es niemanden mehr gibt, dem man es machen kann. Und hier kommt der kleine Max ins Spiel. Ihm hätten seine Eltern beinahe keine Geschenke mehr machen können. Niemals. Denn als er geboren wurde, war Max sehr krank …
Max kam im Mai 2005 in Lübeck mit dem so genannten Hypoplastischen Linksherzsyndrom zur Welt. Bei diesem schwersten aller angeborenen Herzfehler ist die linke Herzkammer unterentwickelt, wodurch lebenswichtige Organe nicht richtig durchblutet werden. Das Hypoplastische Linksherzsyndrom führt unerkannt bzw. ohne die notwendigen Operationen unweigerlich zum Tode der kleinen Patienten. Doch der heute Viereinhalbjährige hatte Glück im Unglück: Die Spezialisten im Kieler Kinderherzzentrum stellten die richtige Diagnose und operierten ihn innerhalb seiner ersten drei Lebensjahre dreimal. Eine große Narbe auf seiner Brust zeugt auch heute noch von der erfolgreichen Korrektur seines schlimmen Herzfehlers.
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Max ist beileibe kein Einzelfall.
Jeden Tag erblicken in Deutschland 18 bis 20 Kinder mit einem Herzfehler das Licht der Welt. Mit zwischen 6.000 und 7.000 Fällen im Jahr handelt es sich um die häufigste angeborene Organfehlbildung.
Und doch gibt es auch Gutes zu berichten:
Verstarb vor 20 Jahren noch jeder fünfte Betroffene, so haben heute 95 von 100 kleinen Herzpatienten die Möglichkeit, weitgehend so aufzuwachsen wie ihre gesunden Altersgenossen – wenn der Herzfehler frühzeitig und präzise diagnostiziert und „richtig“ behandelt wird.
Genau dafür setzt sich die in Bonn ansässige Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren e. V. ein, und zwar bereits seit 1989:
Seit der Gründung hat die Fördergemeinschaft mit Hilfe ihrer Spender und Unterstützer über 24 Millionen Euro für die Verbesserung von Untersuchungs- und Behandlungsmethoden bereitstellen können – so übrigens auch am Kieler Kinderherzzentrum, an dem der kleine Max operiert wurde.
Aktuell fördert sie an bundesweit 9 Kinderherzzentren und medizinischen Einrichtungen 16 wichtige Ausstattungs- und Forschungsprojekte. So unterstützt sie beispielsweise die Entwicklung mitwachsender Herzklappen aus körpereigenem Material. Solche Herzklappen werden jährlich von rund 600 Kindern in Deutschland benötigt. Sie würden nicht vom Körper abgestoßen und müssten, da mitwachsend, nicht regelmäßig in belastenden Operationen ausgetauscht werden
Wir von BWRmed!a unterstützen diese Arbeit – und wenn Sie, fast im wahrsten Sinne des Wortes – ein Herz für Kinder haben … dann tun Sie es doch auch. Zum Beispiel mit einer Online-Spende http://www.fg-dkhz.de/index.php?id=27,115,0,0,1,0, komfortabel und natürlich mit SSL-verschlüsselter Übermittlung Ihrer Bankdaten:. Oder auf dem herkömmlichen Weg per Banküberweisung auf das Konto 23 230 bei der Bank im Bistum Essen, Bankleitzahl 360 602 95.
Ausführliche Informationen zur Arbeit der Fördergemeinschaft haben wir auf unserer Internetseite www.kinderherzen.de für Sie zusammengestellt. (Hier finden Sie beispielsweise auch die Geschäftsberichte, mit denen die Gesellschaft ihre Arbeit belegt.) Übrigens: Beim Deutschen Institut für Soziale Fragen (DZI) in Berlin ist die Fördergemeinschaft übrigens seit 2001 als vertrauenswürdige Organisation gelistet.
Für Ihre Unterstützung bedanken wir uns herzlich, auch und gerade im Namen der kleinen Herzpatienten … und mit einem Schmunzler aus dem wahren Leben – von einer Mutter berichtet:
Zu Weihnachten singen wir das Lied „Ihr Kinderlein kommet“. Im dritten Vers heißt es: „ …hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor.“ Oliver sitzt neben mir und singt lauthals: „Hoch oben schwebt Josef den Engeln was vor!“
Gut, das mit dem Text üben wir noch. Und: Daaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanke!

