Bild-Zeitung: 7 schlimmsten Fehler in Arbeitszeugnissen:
Mein Beruf bringt es mit sich. Morgens stapeln sich bei mir die Tageszeitungen. Die Bild gehört auch dazu … Und heute enthüllt Bild die angeblich 7 schlimmsten Fehler in Arbeitszeugnissen:
Fehler 1:
Persönliche Note fehlt
In einem sehr guten Zeugnis sprechen die Erfolge für sich selbst. Konkrete Beispiele können daher die Glaubwürdigkeit eines Zeugnisses unterstreichen und ihm eine persönliche Note geben. Fehlen diese Beispiele, mangelt es womöglich an Erfolgen oder an Wertschätzung. Ein anderer Weg, mangelnde Wertschätzung auszudrücken: Das Zeugnis wird von einer Person in geringerer Stellung unterschrieben.
Fehler 2:
Strukturierung unklar
Richtig ist es so: Jedes Arbeitszeugnis besteht aus den Abschnitten: Einleitung, Werdegang, Stellenbeschreibung, Leistungs- und Verhaltensteil und Beendigungsformel. Im Leistungsteil bewertet der Zeugnisaussteller nacheinander Arbeitsbereitschaft, Arbeitsbefähigung und Fachwissen. Danach folgen Angaben zur praktischen Umsetzung, das heißt zur Arbeitsweise und zum Arbeitserfolg. Der Leistungsteil endet mit der Leistungszusammenfassung (z. B. „… erledigte alle Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit“).
Fehler 3:
Missverständliche Formulierungen
Bild schreibt: „Bei unverständlichen Verklausulierungen und merkwürdigem Schachtel-Satzbau ist der Zeugnisverfasser entweder unfähig, oder er versucht, Ihnen etwas unterzujubeln.“
Fehler 4:
Gefälligkeitszeugnis
Ein vor Lob überschäumendes Einser-Zeugnis ist keinesfalls eine Garantie für optimale Erfolgschancen bei einer Neubewerbung. Warum?
Hinter einem Gefälligkeitszeugnis verbirgt sich meist eine unfreiwillige Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Gerät das Zeugnis trotz kurzer Beschäftigungsdauer sehr umfangreich und reiht pauschale Superlative ohne eine wirklich persönliche Würdigung aneinander, handelt es sich um ein Gefälligkeitszeugnis. Insbesondere bei Insolvenzen und betriebsbedingten Kündigungen ist hier Vorsicht geboten.
Fehler 5:
Unprofessionelle Zeugnissprache – Eigenentwurf
Wenn Arbeitgeber einen Eigenentwurf akzeptieren und unterzeichnen, wollen sie – wie auch beim Gefälligkeitszeugnis – eine Kündigung möglichst konfliktfrei und versöhnlich gestalten. Die Chance, einen Eigenentwurf einzureichen, sollten Sie unbedingt nutzen! Aber Vorsicht: Vor allem am ausgeglichenen Verhältnis von Wahrheit und Wohlwollen scheitern viele Zeugnis-Selbst-Schreiber – ohne es zu merken. Sonst entstehen unglaubwürdige Wertungen, an denen jeder Personaler erkennt, dass sich hier jemand selbst lobt.
Fehler 6:
Nachträgliche Änderungen und Widersprüche
Vorsicht, wenn Sie sich über den grünen Klee loben lassen wollen. Beispiel: Der Arbeitgeber bescheinigt dem ausgeschiedenen Mitarbeiter wunschgemäß, dass er seine Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit erfüllt hat. Fehlt jedoch im Zeugnis dieses offenbar ausgezeichneten
Mitarbeiters die Dankes- und Bedauernsformel, so wirkt die Beurteilung der sehr guten Leistung unglaubwürdig. Personal-Entscheider können diesen Widerspruch so auslegen, dass das Zeugnis Ergebnis einer Nachverhandlung ist.
Fehler 7:
Stil- und Rechtschreibfehler
Häufigster Fehler: Personalpronomen werden groß geschrieben, obwohl es sich nicht um eine Anrede handelt („Alle Aufgaben erledigte Sie …“, „Dabei umfasste Ihr Aufgabengebiet …“). Auch ein nicht durchgängig eingehaltener Blocksatz entwertet ein Zeugnis.
Und wie sieht nun ein perfektes Zeugnis aus? Das ist einfach. Klicken Sie doch einfach mal hier!
Ich verabschiede mich an dieser Stelle – und freue mich schon auf die kommende Ausgabe. Mal sehen, was dann von Montag bis Freitag so alles passiert!
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