Da hatten die Brüsseler Eurokraten so einen schönen Einfall …
Auf der immerwährenden Suche nach neuen Einnahmequellen war man auf die Idee gekommen, zukünftig neben der Maut von den LKWs auch noch eine Art „Gebühr für alles neben der Straßenabnutzung“ zu verlangen. Eine „Anlastung für Stau, Lärm und Luftverschmutzung“. „Da kommen Milliarden zusammen“, wurde mit freudiger Erregung verkündet. Und um das Ganze mit Zahlen zu untermauern, wurde eine bekannte und seriöse Beratungsfirma beauftragt, diese Kosten (= zukünftige Einnahmen) zu ermitteln. Dumm nur: Die Studie ergab, dass damit nur 635 Mio. Euro jährlich einzutreiben sind – europaweit.
Lange Gesichter in Brüssel. Man hatte sich doch schon so auf die Milliarden gefreut. Die zahlt zwar am Ende der Verbraucher – aber wenn es ums Geld geht, hört die Freundschaft zwischen Brüssel und dem Verbraucher längst auf. Das sehen Sie am Thema „Energie-Sparlampen“. Erst wird eine Energiesparlampen-Pflicht beschlossen. Dann werden die preiswerten Lampen aus China mit absurd hohen Zöllen belegt. Damit sind sie zwar immer noch einen Tick billiger als die innereuropäisch produzierten – aber in die Zollkassen fließen zusätzliche Milliarden. Auf Ihre Kosten.
Doch was macht man als gestandener EU-Eurokrat beim Thema „Anlastung“, wenn die Zahlen der seriösen Beratungs-Firma nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen? Man nimmt jemanden, der sich nicht auskennt (in diesem Fall sich selbst) – und stellt fest: Der jährliche finanzielle Nutzen einer Anlastung liegt nicht nur bei 635 Mio. Euro, sondern bei 2,3 Milliarden. Und mit dieser Zahl wird jetzt die Richtlinie auf den Weg gebracht, die unser aller Leben mal wieder verteuert … Mit freundlichen Grüßen aus Brüssel.
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Tja, man muss halt nur jemanden fragen, der sich nicht auskennt. Und zu Risiken und Nebenwirkungen sind Fragen sowieso nicht erlaubt.


