Die etwas andere Schöpfungsgeschichte … die der Krankenkasse

Freitag 19. März 2010 von admin
Kategorie: Allgemein, Lohn & Gehalt, Personal & Arbeitsrecht |
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190310_donnerstagTanten-Post

Meine Tante Ilonka ist eine leidenschaftliche Spaß-Mail-Verschickerin. Wann immer sie etwas Lustiges im Internet entdeckt, schickt sie es an Menschen, von denen sie meint, dass diese das auch lustig finden könnten. Zum Beispiel an mich.

Diesmal trifft sie mit ihrer Mail den Nagel auf den Kopf. Gestern habe ich nämlich in meinem Newsletter Sozialversicherung über ein aktuelles Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg berichtet, das eine sehr umstrittene Praxis der gesetzlichen Krankenkassen nun bestätigt hat (Urteil vom 12.02.2010, Az. 4 KR 1420/09). Hintergrund:

Wenn Sie als Arbeitgeber einem Selbstständigen, mit dessen Arbeit Sie sehr zufrieden sind, einen festen Job, also eine Anstellung, anbieten, schlägt die Falle zu: Dieser Mensch wird – unabhängig von seinem Verdienst bei Ihnen – wieder in der gesetzlichen Krankenversicherung verhaftet. Für mindestens drei Jahre. Denn so lange muss ein Arbeitnehmer mit seinem Einkommen hintereinander in Folge über der jeweils geltenden Jahresarbeitsentgeltgrenze liegen, um sich privat versichern zu können.

Im Klartext:
Wer als privat versicherter Selbstständiger zurück ins Angestelltendasein geht, muss in die Gesetzliche. Der Verdienst spielt dabei keine Rolle.

Klar, es geht vor allem darum, Beitragszahler zu bekommen, die ordentlich was einzahlen – und wenig Leistung in Anspruch nehmen …

Was hat das mit der Mail meiner Tante zu tun?

Nun, die hat mir heute Folgendes geschickt:

Die etwas andere Schöpfungsgeschichte … oder die Entstehung der Krankenkasse

Am Anfang bedeckte Gott die Erde mit Brokkoli, Blumenkohl und Spinat, grünen und gelben und roten Gemüsesorten aller Art, dass Mann und Frau lange und gesund leben konnten. Und Satan schuf Mövenpick und Bahlsen. Und er fragte: „Noch ein paar heiße Kirschen zum Eis?“ Und der Mann antwortete „Gerne“, und die Frau fügte hinzu: „Mir bitte noch eine heiße Waffel mit Sahne dazu.“ Und so gewannen sie jeder 5 Kilo:

Und Gott schuf den Joghurt, um der Frau jene Figur zu erhalten, die der Mann so liebte.
Und Satan brachte das weiße Mehl aus dem Weizen und den Zucker aus dem Zuckerrohr und kombinierte sie. Und die Frau änderte ihre Konfektionsgröße von 38 auf 46.

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Also sagte Gott: „Versuch doch mal meinen frischen Gartensalat.“ Und der Teufel schuf das Sahnedressing und den Knoblauchtoast als Beilage.

Und die Männer und Frauen öffneten ihre Gürtel nach dem Genuss um mindestens ein Loch. Gott aber verkündete: „Ich habe euch frisches Gemüse und Olivenöl gegeben, um es darin zu garen.“

Und der Teufel steuerte kleine Bries und Camemberts, Hummerstücke in Butter und Hähnchenbrustfilets bei, für die man schon fast einen zweiten Teller benötigte.

Und die Cholesterinwerte des Menschen gingen nach oben.

Also brachte Gott Laufschuhe, damit seine Kinder ein paar Pfunde verlören. Und der Teufel schuf das Kabelfernsehen mit Fernbedienung, damit der Mensch sich nicht mit dem Umschalten belasten müsste. Und Männer und Frauen weinten und lachten vor dem flackernden Bildschirm und fingen an, sich in Jogginganzüge aus Stretch zu kleiden.

Darauf hin schuf Gott die Kartoffel, arm an Fett und von Kalium und wertvollen Nährstoffen strotzend. Und der Teufel entfernte die gesunde Schale und zerteilte das Innere in Chips, die er in tierischem Fett briet und mit Unmengen Salz bestreute. Und der Mensch gewann noch ein paar Pfunde mehr.

Dann schuf Gott mageres Fleisch, damit seine Kinder weniger Kalorien verzehren mussten, um trotzdem satt zu werden. Und der Teufel schuf McDonald´s und den Cheeseburger für
99 Cent. Dann fragte Luzifer: „Pommes dazu?“ Und der Mensch sagte: „Klar – eine extra große Portion mit Majo!“ Und der Teufel sagte „Es ist gut.“ Und der Mensch erlitt einen Herzinfarkt.

Gott seufzte und schuf die vierfache Bypassoperation am Herzen. Und der Teufel erfand die gesetzliche Krankenversicherung.

Ein Kommentar zu “Die etwas andere Schöpfungsgeschichte … die der Krankenkasse”

  1. Von Sanne:

    Hmm diesen Text muss man 3x lesen :-(

 

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