Lassen Sie sich blitzen?

Freitag 13. August 2010 von admin
Kategorie: Allgemein |
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mittwochStreet View oder: Mein Schwiegervater lässt schwärzen

Seit gestern tobt in den deutschen Medien die Diskussion um Googles neuen Dienst „Street View.“ Die Googelaner haben Autos mit Kameras durch ganz Deutschland geschickt und Straßenzug für Straßenzug fotografieren lassen. Ziel: Wer bei Google nach bestimmten Orten und Straßen sucht, soll die nicht mehr nur via Satellitenfoto von oben (Google Earth) oder via Landkarte (Google Maps) sehen, sondern auch in echt – auf Fotos.

Datenschützer laufen Sturm: Schließlich seien auf den Fotos auch Menschen zu sehen, und anhand des Zustands der Häuser könnte man erkennen, ob dort reiche oder arme Mitbürger wohnen, und, und, und.Google lässt nun jedem deutschen Bürger die Möglichkeit, sich binnen vier Wochen zu melden, der nicht möchte, dass sein Haus im Internet zu sehen ist. Mein Schwiegervater ist dabei. Er hat das Formular ausgefüllt. Er beweist damit Mut. In diversen Internetforen von, sagen wir mal, Kleinkriminellen wird nämlich bereits heftig spekuliert, dass gerade die geschwärzten Häuser besonders lohnende Ziele für Überraschungsbesuche seien. „Wer schwärzt, hat was zu verbergen. Das kann sich lohnen“ schreibt „Kallewix“ in einem der Foren. Eine gewagte Theorie, aber immerhin.

Meine Holde und ich lassen nicht schwärzen. Aber wir haben auch gut reden. Wir leben in einer verwinkelten, schwer zugänglichen Seitenstraße. Ich kann glaubhaft versichern: Hier ist noch kein Google-Auto aufgetaucht.

Da mein Schwiegervater, der Anschwärzer, heute Nachmittag kurz vorbeischaut, kann ich es mir nicht verkneifen, ihm den „Zippert“ des Tages hinzulegen. Herr Zipper ist Kolumnist bei der Tageszeitung „Die Welt“ und bringt es wie immer herrlich auf den Punkt:

„Das Unternehmen Google hat angekündigt, bis zum Jahresende seinen Kartendienst Street View in 20 deutschen Städten zu starten. Kritiker beklagen, das käme etwas plötzlich, der Verbraucher habe nicht genügend Zeit, sich darauf einzustellen. Viele Häuser und Gärten seien in einem beklagenswerten Zustand, den man unmöglich im Netz zur Schau stellen könne. Das Innenministerium will bald eine Liste mit den dringlichsten Projekten veröffentlichen.

In einer Pressekonferenz wurde Minister de Maizière deutlicher.

Er nannte Straßennamen, Hausnummern und Stockwerke und erklärte, man könne es Google nicht zumuten, alle Mängel im Photoshop wegzuretuschieren. Er wies auf ein Eckhaus in der Beckhausstraße in Bielefeld hin, wo die Gardinen seit Jahren nicht mehr gewaschen worden seien. Kritisiert wurde auch die Balkonbepflanzung im Schwickertweg in Wuppertal, die ungelenken Graffiti in der Hornigstraße in Köln und eine Garageneinfahrt am Doktor-Drostel-Ring in Essen. Alle Bürger Deutschlands wurden aufgefordert, ihre Autos zu waschen und dringend notwendige Zahnregulierungen sowie Fettabsaugungen nicht mehr länger aufzuschieben.“

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2 Kommentare zu “Lassen Sie sich blitzen?”

  1. Von Lolita:

    Günther schreit: „Ich verbitte meine Treppe zu bemessen“ und übrigens „Google“ hat auch versucht…
    Zwei Junge Mädchen, höchstens 18 Jahre, sicher aus Generation „Praktikanten“ bemessen gerade Treppe mit alle teuerste Geräten und Komputestimme teilt mit welche gerade Punkt und auf welchen Grad bemessen soll…

    Ehrlich ist ein Gefühl dabei, kommt den Baustelle der Jahrtausende: in alle kleinstem Fleck, gerade von 2 QM und hier startet gerade Stuttgart 21…
    Es muss doch Anfang geben, angeblich Hauptbahnhof, nur dort sind lange Barrikaden eingerichtet…
    und jeder Bewegung mit Sorgfalt überwacht wird…
    Grundstück etwa höchstens mit Ecken und Schnitten ergeben keine 4 QM, nur…
    in keinem Plan steht das „grüne Lunge“ von Stuttgart mal im Traum angegriffen darf..

    Schön, nur der jeniger schon lange im Stuttgart lebt, weist darf niemals dem Baubehörde vertrauen… die sind die gleiche wie auf Halleluja oder Bananenrepublik und anderen Länder aus dritte bis zehnte Welt..
    Es werden mal komische „Objekte“ an unmöglichen Stellen wachsen…
    Wer soll es wissen, dass Stuttgart von Erdbeben bedroht…
    eben unwichtig…
    wenn Erdbeben kommt, dann freuen sich, wer sonst natürlich Bauleute…
    Nur so werden die nie Arbeitslos…
    Beschäftigungsmassnahmen egal in welches Jahrhundert muss eben sichern eigenes Überleben auch wenn in Bibel steht:
    „Stein von 500 kg? nach oben tragen soll (Höhe 8.000 Metre steht leider nicht dabei, fehlt wieder “Beschreibung und Verordnung”,

    denk so wie du es willst…

    … auch wenn komisches „Objekt“ erst nach 500 Jahren abstürzt…
    Wir leben eben in sehr unsicheren Zeiten… Zeiten Katastrophen und Versicherungen, die angeblich Welt regieren…
    wo alleine an Versicherungen zahlen muss… o je darf daran gar nicht denken…
    die werden niemals alle Katastrophen decken… Darf aber so was gar nicht laut ausprechen… sonst kommt Unruher wegen… Rente wie immer….

    Nur „Google“ denkt an Zukunft, weil „Google“ schon jetzt sammelt die Beweismitteln…
    Ich liebe Suchmaschinen wie Acces im Net überalles,
    sonst wie sollen dann echtes Welt realisieren? Und später bei Gerichten verteidigen…

  2. Von • Lassen Sie sich blitzen? | Steins Blog » rollkon-portal.eu:

    [...] Street View oder: Mein Schwiegervater lässt schwärzen Seit gestern tobt in den deutschen Medien die Diskussion um Googles neuen Dienst ?Street View.? http://www.steinsblog.de/2010/08/13/lassen-sie-sich-blitzen/ [...]

 

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