Ich bin in großer Sorge. Der Verdacht liegt nahe, dass in einigen Jahren der Platz in Deutschlands Gefängnissen nicht mehr ausreichen wird. Die Behörden werden Platz schaffen müssen. Denn zigtausende Kinder sitzen dann ein. Zumindest die, die so unvorsichtig waren, als erstes Wort „Mama“ über ihre Lippen zu bringen… Denn „Mama“, das ist sexistisch – und wenn es nach dem Willen des Europarats geht, ein Wort, das absolut verboten gehört. Wer es in den Mund nimmt, macht sich eines schweren Vergehens strafbar. Egal ob alt oder jung! – „Mama“ geht gar nicht!
Warum?
„Wir sind im Krieg gegen sexistische Sprache“ heißt es jetzt aus dem Europarat. Und das Wort „Mutter“ ist in diesem Zusammenhang ein „No-go“, ein „geht gar nicht mehr“ … Der Europarat stellt hierzu fest:
Das Wort „Mutter“ stellt ein „problematisches Klischee“ dar, weil sich mit diesem Wort das Bild der „Frau zu Hause“ verbindet. Dieses Bild wiederum stellt ein traditionelles Rollenbild dar, das die Gleichstellung der Geschlechter hemmt. Sagt der Europarat. Sage nicht ich.
Übersetzt bedeutet das wohl:
Kinder bekommen ist ja wohl das Allerletzte und das Allererniedrigendste und Abscheulichste, was eine Frau den anderen um Gleichstellung kämpfenden Frauen antun kann. Oder versteh ich da etwas falsch?
Ziel des Europarat-Vorstoßes ist es übrigens nach dessen Bekunden, dass Frauen nicht mehr „als passive und minderwertige Wesen, Mütter oder Sexualobjekte“ dargestellt werden. Entsprechend soll in den 47 Mitgliedstaaten die Sprache demgemäß „gereinigt“ werden. Und genau deshalb soll aus dem Begriff „Mutter“ dann „Elter“ werden. Ernsthaft.
Der Satiriker würde vielleicht scherzhaft ergänzen:
Ob die Verniedlichungsformen „Mutti“ oder „Papi“ dann zu „Elti“ werden oder „Mami“ zu „Elmi“ ist allerdings noch offen. Auch ob man zu einem „alleinerziehenden Elt“ oder zu einem „alleinerziehenden Elter“ wird, ist sprachlich noch nicht entschieden.
Doch schon jetzt werden zahlreiche Pop-Songs Volkslieder und Schlager umgeschrieben:
Aus Abbas „Mamma Mia“ wird „Elter Mia“.
Aus Les Humphries „Mama Lou“ wird „Elta Lou“.
Mark Medlock muss seine „Mamacita“ als „Eltacita“ neu aufnehmen.
Boney M muss ebenfalls wieder ins Studio, um aus der „Bahama Mama“ eine „Elta Mama“ zu machen.
Auch Heintje nimmt seinen Hit „Mama“ derzeit neu auf. Er heißt jetzt „Elta!“ Offen ist noch, was aus seinem Lied „Oma so lieb“ wird. Vermutlich ein „O-Elta so lieb“.
Aber auch andere sexistische Wörter müssen entschärft werden – nach Schweizer Vorbild:
- Der „Besucherparkplatz“ wird zum „Gästeparkplatz“.
- Das „Buchhalterdiplom“ zum „Buchhaltungsdiplom“!
- Die „Fußgängerzone“ zur „Flanierzone“.
- Der „Führerschein“ zum „Fahrausweis“
- „Leserfreundlich“ zu „lesefreundlich“
- „Mannschaft“ zu „Team“ oder „Gruppe“.
- „Mitarbeitergespräch“ zum geschlechtsneutralen „Beurteilungsgespräch“.
- „Patientenzimmer“ mutieren zum „Behandlungszimmer“
Da bleiben allerdings einige wichtige Frage offen:
Was wird aus EUROPA? In diesem Wort versteckt sich schließlich ein OPA – und die OMA bleibt außen vor. Das geht ja wohl gar nicht …
Und was wird jetzt aus den Hampelmännern? Vor allem denen, die im Europarat sitzen.
Ach herrje: Fraginnen über Fraginnen. Und keine Antwort in Sicht …
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Da muss man bei jeder Stellenanzeige die männliche und die weibliche Form angeben, um niemanden zu diskiminieren, und jetzt sollen Papa und Mama auf einmal beide Elter sein? Das ist doch eindeutig ein männliches Wort. Oder heißt es dann der Elter und die Elterin – ebenso wie Maler und Malerin oder Sekretär und Sekretärin???
Wie weit soll das gehen? Nicht das Wort Mutter ist diskriminierend sondern was manche Leute dabei denken.
Wenn das so ist dann dürfte mann auch nicht mehr Herr oder Frau sagen, und was ist mit die und der. Wurde es nicht einfach das heissen? Da wäre es für viele Ausländer einfach der Deutsche Sprache zu lernen. Außerdem Mama oder Mom ist ein Titel die ich immer noch sehr gerne trage. Die Mutter sorgen auch für die Zukunft.
Es stimmt dass es nicht das Wort ist die diskrimminiert sondern die Menschen.
Es ist immer wieder, wie im Märchen. Da gibt es den bösen Wolf, der mal wieder für Gesprächsstoff sorgt. Nur, dass diese Wölfe, es waren schließlich mehrere, irgendwo in der Regierung sitzen und nicht im Wald herum laufen. Würden diese Wölfe im Wald und in der freien Natur herumlaufen, kämen sie nicht auf diese unnatürlichen Gedanken. Ich trage meinen Namen “Mama” sehr gerne bei meinen sechs Jungs. Und werde ihn auch nicht gegen Androhung einer Geldstrafe ablegen. Es sei denn, ich müßte dafür ins Gefängnis und drei Personen (männlich oder weiblich – egal) von der Regierung würden in der Zeit meinen Haushalt schmeißen. Nach diesen drei Wochen wären diese Personen von ihrerm Ursprungswortveränderungsvirus geheilt und könnten das gleich in ihrem Rudel (Regierung)vorbringen, um das Wort “Mama” wieder zu zulassen.
Äh, -fehlt noch was,- und wenn sie nicht gestorben sind, dann heulen sie noch immer.
Natürlich, wenn ich ´ne Menge Geld fürs Nichtstun bekäme, hätte ich auch ein schlechtes Gewissen dem Geldgeber gegenüber und würde wenigstens von Zeit zu Zeit in Aktionismus verfallen. Das System bewegt sich, also lebt es, mfG