Wo man singt, da lass dich ruhig nieder … oder lieber nicht

Montag 16. Januar 2012 von Redakteur
Kategorie: Allgemein |
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Kennen Sie dieses Gedicht von Heinz Erhard?

„Es war einmal ein altes Schloss
und Kunibert so hieß der Boss.
Er hatte Mägde, hatte Knechte
und eine Frau, das war das Schlechte.
Ihr Mund war breit, ihr Hals war lang
und es klang schrecklich, wenn sie sang.

Da zielte er mit Korn und Kimme
und Wut auf sie, das war das Schlimme.
Es machte BUMM (natürlich lauter)
und sie fiel um. Zum Himmel schaut er
und spricht, das Auge voll Gewässer,
vielleicht singt sie da oben besser?“

Warum ich das Gedicht hier bringe?

Ich musste heute Morgen daran denken, als ich über alten Zeitungsausrissen brütete. Eine Meldung lautete: „Das Gesangstalent eines Musikfreundes in Mannheim hat die Polizei beschäftigt. Eine 26 Jahre alte Frau wurde durch seltsame Geräusche aus dem Schlaf gerissen. Sie hielt die Töne für Gejammer und Hilferufe, und rief die Polizei. Als die Beamten an die Tür des Nachbarn klopften, öffnete ein 22-Jähriger. Dieser gab an, lediglich gesungen zu haben.“

Tja, wie sagte schon Wilhelm Busch:

Musik wird störend oft empfunden,
derweil Sie mit Geräusch verbunden (Wilhelm Busch).

 

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