Rücktritt und Abschied von Horst Köhler- was sagen Sie?
Seit gestern steht Deutschland ohne Bundespräsidenten da. Böse Zungen behaupten: „Gab es denn vorher einen?“, doch diese Frage halte ich dem Amt des Bundespräsidenten gegenüber für respektlos – und natürlich denke ich angesichts dieser Frage deshalb auch sofort an meinen Rücktritt.
Müssen wir nur mehr Geld investieren – und schon wird alles gut?
Ich bin ein wenig motzig heute. Gerade habe ich mich durch „steinsblog.de“ geklickt, die Seite, auf der der Verlag freundlicherweise auch die Beiträge aus „Steins Woche“ einstellt. Und vielleicht erinnern Sie sich:
„Wir haben zu viele kriminelle junge Ausländer“
Donnerlüttchen! Der beliebteste Politiker Deutschlands, Roland Koch, tritt zurück. Er hat keine Lust mehr auf Politik und geht in die Wirtschaft. Wie merkwürdig: Ich gehe in die Wirtschaft, wenn ich Lust auf Politik habe. Denn nirgendwo lässt es sich trefflicher diskutieren als an der Theke.
Sichern Sie Ihr Geld. Geben Sie es aus!
Ich mache mir ernsthaft Sorgen. Um Ihr Geld. Um mein Geld … Denn gestern hat unsere Kanzlerin in ihrer Regierungserklärung sinngemäß gesagt: „Wir müssen das viele Geld für das Euro-Rettungspaket ausgeben, damit Ihr Geld sicher ist.“
Aha. Mein Geld wird also dadurch sicherer, dass es ausgegeben wird!
Wirkt die Zuwanderung wohlstandsverringernd für Deutschland?
Heute ist Feiertag – ein guter Tag also, um ein wenig den Schreibtisch aufzuräumen. Während ich den Stapel der aufgelaufenen Zeitschriften abarbeite, stolpere ich über folgendes Statement des Demografie-Experten Herwirg Birg – und mir stellt sich sofort die Frage – darf man das in Zeiten der politischen Correctness so sagen, oder nicht? Entscheiden Sie selbst:
Absurdes Geldspiel in Europa
Natürlich lese ich – schon allein aus Berufsgründen – jeden Tag eine Menge E-Mail-Newsletter. Und Sie kennen das selber: Manche klickt man weg, andere liest man.
O-Ton Deutschland. Was sagen Sie dazu?
In der Zeitung „Die Welt“ berichtet in der Rubrik O-Ton Deutschland ein 31-Jähriger über die Erwartungshaltung seiner Generation an den Staat … Er schreibt:
Wolfgang Schäuble hat eine Idee
Sie haben wohl lange zusammen gesessen. Die Regierungskoalitionäre. Dort, im Kanzleramt …
„Wir müssen was tun“, sagt die Kanzlerin aufgeregt. „Wir müssen ein Zeichen setzen.“
„Das ist mir jetzt gar nicht recht“, mault Guido Westerwelle. „Erst heißt es, wir sollen gar nichts tun. Jetzt heißt es, wir sollen was tun. Wie soll ich diesen Kursschwenk meinen Leuten beibringen?“
„Keine Panik“, antwortet Wolfgang Schäuble. „Ich habe eine Idee.“
Mit freundlichen Grüßen aus Brüssel
Da hatten die Brüsseler Eurokraten so einen schönen Einfall …
Auf der immerwährenden Suche nach neuen Einnahmequellen war man auf die Idee gekommen, zukünftig neben der Maut von den LKWs auch noch eine Art „Gebühr für alles neben der Straßenabnutzung“ zu verlangen. Eine „Anlastung für Stau, Lärm und Luftverschmutzung“. „Da kommen Milliarden zusammen“, wurde mit freudiger Erregung verkündet. Und um das Ganze mit Zahlen zu untermauern, wurde eine bekannte und seriöse Beratungsfirma beauftragt, diese Kosten (= zukünftige Einnahmen) zu ermitteln. Dumm nur: Die Studie ergab, dass damit nur 635 Mio. Euro jährlich einzutreiben sind – europaweit.
Was sagen Sie zum Urteil zur Vorratsdatenspeicherung?
Aua. Die Klatsche, die das Bundesverfassungsgericht heute unseren geschätzten Politikerinnen und Politikern erteilt hat, tut weh. Das Gesetz zur Vorratsspeicherung von Daten ist gekippt. Bis es zu einem neuen Gesetz kommt, dürfen die Telekommunikationsunternehmen und Provider nichts mehr im Auftrag des Staates speichern. Mit dem Entfernen des Gesammelten ist augenblicklich zu beginnen.











