Und so hat meine Holde doch noch ein Geschenk für mich gefunden
Das schönste aller Geschenke – für mich
Meine Holde hat doch noch etwas gefunden, was ich mir wünsche und mir garantiert nicht selber kaufen kann.
Sind Sie auch so spontan?
Geschenkte Geschenke …
Meine Holde ist maulig. Weihnachten rückt immer näher, und noch immer hat sie kein Geschenk für mich. „Ich weiß nie, was ich dir schenken soll“, sagt sie und schaut mir unzufrieden über die Schultern. Ich sitze gerade am Computer und tippe den Text für die neue Ausgabe meines Newsletters zum Hören, „SteinsPod“. Es geht um die Führungstrends 2010. (Wenn Sie den kostenlosen Pod hören wollen, klicken Sie einfach nachher mal hier.)
„Wenn du nicht weißt, was du mir schenken kannst, dann solltest du dich mal fragen, ob du mich überhaupt noch liebst“, sage ich, ohne das Tippen zu unterbrechen. „Ich habe deine Geschenke schon alle zusammen.“
Mein dringender Appell an alle Frauen der Welt
„Männer spülen anders – Frauen aber auch!“ An dieser grundlegenden Erkenntnis der Menschheit gibt es kein Vorbeikommen mehr. Und natürlich ist es meine Männerpflicht, darauf hinzuweisen, dass wir Männer b e s s e r spülen als Frauen. Dummerweise gibt es Frauen, die das nicht verstehen …
Heda zum Beispiel. Heda ist weiblich, seit vielen Jahren mit ein und demselben Mann verheiratet – und aufgeregt. Denn heute Morgen hat sie entdeckt, dass ihre jahrelangen Erziehungsversuche wohl auch weiterhin nichts fruchten werden. Ihr Mann Botsch hat es wieder getan. Er konnte es nicht lassen. Es wieder passiert. Botsch weicht ein!
Träumen Sie auch gelegentlich so skurrile Dinge?
Mit meiner Holden stimmt etwas nicht. Das fällt mir heute Morgen auf, als ich das Chaos bei uns betrachte. Nie räumt sie meine Sachen auf. Offensichtlich ist ihr das Aufräum-Gen völlig abhandengekommen. Zwei Hosen liegen noch im Schlafzimmer auf dem Boden herum, das Hemd vom Donnerstag hängt am Treppengeländer – und im Gästezimmer finde ich den Rolli, den ich Mittwoch getragen habe. Unmöglich, dass sie meine Sachen so herumliegen lässt.
Und welche Kosenamen entspringen Ihrem Kopf so?
Warum bleibt denn nichts im Leben, wie es ist? Heute Morgen wecke ich meine Holde, wie immer mit dem Satz: „Aufstehen Schatz“, und bekommen statt des üblichen „Nur noch 5 Minuten“ zur Antwort: „Nenn mich nicht Schatz!“
Ein solcher Satz löst bei einem Mann umgehend Sorgen aus. In meinem Hirn rattert es los: „Wie sind wir gestern Abend ins Bett gegangen?“ „Haben wir uns gezankt?“ „Hat Sie herausgefunden, dass ich mir doch das teure Handy gekauft habe?“ Halt so die üblichen Dinge, die einem Mann durch den Kopf gehen, wenn er zu hören bekommt: „Nenn mich nicht Schatz!“
Nachdem aber meine blitzartige Erinnerungs-Überprüfung ergibt, dass ich im Moment keinerlei Grund für ein schlechtes Gewissen zu haben brauche (zumindest nicht mehr, als ein Mann üblicherweise zu haben hat oder haben könnte), traue ich mich nachzufragen.
Vier Wörter, denen ein Mann nicht widerstehen kann!
Ich habe eine E-Mail bekommen. Von Herrn Christian Sander. Er vertreibt im Internet: „So bekomme ich jeden Mann“ oder so ähnlich. Das Buch richtet sich an Frauen, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Es geht also um Frauen, die von einem Mann wissen wollen, wie sie einen Mann bekommen.
Das an sich finde ich schon ein wenig paradox, denn beschweren sich nicht viele Frauen darüber, dass die Männer dauernd den Frauen hinterherrennen? Oder dass sie den Mann, den sie bekommen haben, gar nicht verdient haben?
Wie bringt man so was der geliebten Frau an der eigenen Seite bei?
3, 2, 1 Mist.
Heute musste ich zum Onkel Doktor. Reine Routine. Wie Sie als Leser von Steins Woche wissen, habe ich mir im letzten Winter beim Skifahren das Kreuzband und den Meniskus verhunzt. Der Onkel Doktor, der es operiert hat, wollte nur wissen, ob mit dem Knie alles in Ordnung ist. „Ist es“, konnte ich ihm versichern.
Mit seinem Knie dagegen, eigentlich mit seinen beiden Knien, war aber etwas ganz und gar nicht in Ordnung. Sie schlotterten ein wenig.
Eine dringende Bitte an alle Frauen dieser Welt
Nichts anzuziehen
Morgen fahren meine Holde und ich nach Wiesbaden. Versandhandelskongress. Und wie es sich gehört, soll am Abend eine schöne Party steigen. Und damit fangen die Probleme schon an…
Die Nacht hat sich über diesen Dienstag und über Deutschland gelegt. Ich sitze im Home-Office und beantworte gerade die Leserfrage für den „F.A.Q-Daily“, meinem kostenlosen Newsletter, in dem ich jeden Arbeitstag eine interessante Leserfrage aus den Bereichen Arbeitsrecht. Entgeltabrechnung und Steuern beantworte, als plötzlich meine Holde hinter mir steht. Sie hält ein grünes Strickkleid in den Händen und hält es sich vor den Körper.
Kochen Sie auch etwas heftiger?
Männer in der Küche
Dass der Kompatibilitätsmodus von Männern und Frauen häufig auf unterschiedlichen Einstellungen läuft, zeigt sich nirgendwo besser als in der Küche. Denn Frauen kochen anders – und Männer kochen gut. Zumindest dann, wenn ich mir die Koch-Shows im Fernsehen anschaue. Da kochen eigentlich nur Männer.
Würden Sie auch gerne nach Art der Mosuo leben?
Fremdgegangen
Lautet nicht eines der 10 Gebote, das man nicht fremdgehen soll? Jetzt habe ich es getan, und prompt habe ich Post bekommen.
Statt brav in „Steins Woche“ habe ich am Montag in meinem Newsletter „Sozialversicherung“ über meine Holde berichtet. Und gestern schrieb mir eine Leserin: „Ich lese die Geschichten über die Holde so gern. Leider habe ich wohl eine Geschichte verpasst. Eine Kollegin erzählte mir, dass Sie in einem anderen Newsletter darüber geschrieben haben. Können Sie mir die Geschichte mailen. Das wäre ein echter Herzenswunsch von mir!“





