Helmut Schmidt zur heutigen politischen Generation
Worte, die ich unterschreiben kann
90 Jahre alt ist er. Und so hellwach, als wäre er 50. Sein Wort hat Gewicht. Denn seine Worte sind gewichtig. Ich spreche von Helmut Schmidt, Altkanzler dieser Republik. Vor- und Nachdenker. Jetzt hat er auf zeit.de Fragen zum aktuellen Stand der Politik beantwortet. Eine der Fragen lautete:
Eine geldbringende Möglichkeit. So geht’s!
Jagen Sie nie Ihre Kollegen in die Luft!
Dass das Leben ein teurer Spaß ist, merken die meisten Menschen etwa in der Mitte des Monats, wenn sie feststellen, dass am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist. Wie schön, wenn es dann eine Möglichkeit gibt, die Kasse schnell wieder aufzufüllen. Eine geldbringende Möglichkeit: Lassen Sie sich von einem Kollegen in die Luft jagen. Das geht so:
Das sollten Sie wissen, wenn Sie eine Politesse beschimpfen
Was Sie am Wochenende NICHT sagen sollten
Am Wochenende werden Rekordstaus erwartet. Pfingsten … Und es ist schon merkwürdig: Während wir feiern, dass der Herr vom Himmel fuhr, fährt merkwürdigerweise an diesem Wochenende nichts mehr. Weil man im Stau steht.
Sichern Sie Ihr Geld. Geben Sie es aus!
Ich mache mir ernsthaft Sorgen. Um Ihr Geld. Um mein Geld … Denn gestern hat unsere Kanzlerin in ihrer Regierungserklärung sinngemäß gesagt: „Wir müssen das viele Geld für das Euro-Rettungspaket ausgeben, damit Ihr Geld sicher ist.“
Aha. Mein Geld wird also dadurch sicherer, dass es ausgegeben wird!
So erkennen Sie Geld aus Griechenland
Aus der beliebten Rubrik bin ich heute über etwas Interessantes gestolpert. Es passt in die Rubrik: „Hätten Sie das gewusst?“ Und es dreht sich – wie passend (oder unpassend …) , um den Euro. Fast nahtlos im Anschluss zur Europoly-Geschichte vom Dienstag. Hintergrund:
Absurdes Geldspiel in Europa
Natürlich lese ich – schon allein aus Berufsgründen – jeden Tag eine Menge E-Mail-Newsletter. Und Sie kennen das selber: Manche klickt man weg, andere liest man.
Wolfgang Schäuble hat eine Idee
Sie haben wohl lange zusammen gesessen. Die Regierungskoalitionäre. Dort, im Kanzleramt …
„Wir müssen was tun“, sagt die Kanzlerin aufgeregt. „Wir müssen ein Zeichen setzen.“
„Das ist mir jetzt gar nicht recht“, mault Guido Westerwelle. „Erst heißt es, wir sollen gar nichts tun. Jetzt heißt es, wir sollen was tun. Wie soll ich diesen Kursschwenk meinen Leuten beibringen?“
„Keine Panik“, antwortet Wolfgang Schäuble. „Ich habe eine Idee.“
Wie praktisch: Anruf. Zack. Absolution. 15 Cent.
Vielleicht noch ’ne Geschäftsidee …
Nun habe ich am „Montag“ die geniale Geschäftsidee eines Ministerpräsidenten für mich aufgegriffen – schon gibt es die nächste. In Frankreich können Sie jetzt per Telefon beichten. Die Beichte kostet zwar nur 15 Cent – aber daran kann man ja arbeiten. Am Preis, meine ich.
Mit freundlichen Grüßen aus Brüssel
Da hatten die Brüsseler Eurokraten so einen schönen Einfall …
Auf der immerwährenden Suche nach neuen Einnahmequellen war man auf die Idee gekommen, zukünftig neben der Maut von den LKWs auch noch eine Art „Gebühr für alles neben der Straßenabnutzung“ zu verlangen. Eine „Anlastung für Stau, Lärm und Luftverschmutzung“. „Da kommen Milliarden zusammen“, wurde mit freudiger Erregung verkündet. Und um das Ganze mit Zahlen zu untermauern, wurde eine bekannte und seriöse Beratungsfirma beauftragt, diese Kosten (= zukünftige Einnahmen) zu ermitteln. Dumm nur: Die Studie ergab, dass damit nur 635 Mio. Euro jährlich einzutreiben sind – europaweit.
Einverstanden? Na dann: RUF MICH AN.
Wir können doch drüber reden …
Warum bin ich nicht selbst darauf gekommen? Alle tun es. Und keiner hat ein schlechtes Gewissen dabei. Die Dame von der 0900-Nummer, die mich abends anbrüllt: „Ruf mich an!“ – und für den Anruf eine Menge Geld nimmt. Auch wenn sie mir das vorher gar nicht gesagt hat.
Rechtsanwälte tun es. Sie lassen sich Gespräche mit Mandanten teilweise fürstlich bezahlen – sofern man nicht privat mit ihnen befreundet ist oder der Einfachheit halber einen heiratet.
Psychologen und Psychiater tun es ebenfalls. Auch sie werden dafür bezahlt, um mit Ihnen zu sprechen.






