WM 2010: Ein paar Tipps und die WM-Tage gut zu überstehen
Jetzt geht’s los, jetzt geht’s lo-hos …
Heute sind sie vorbei, die spielfreien Tage. Halleluja! „Wir Männer haben ja aus lauter Verzweiflung schon wieder angefangen, mit unseren Frauen zu sprechen.“ Das sage nicht ich, die Bemerkung stammt von meinem Nachbarn.
Neues für den täglichen Smalltalk: Die Zewa Halbzeit-Edition
Seit heute bin ich fest davon überzeugt, dass meine Holde mit einem Sieg der deutschen Nationalmannschaft über Argentinien rechnet. Sie hat nämlich unsere Toiletten neu ausgestattet. Mit neuem Toilettenpapier. Aber nicht etwa eines mit Blümchen oder eines in einer besonders bunten Farbe – sondern mit WM-Fußballpapier. Genauer: mit der „Zewa Halbzeit-Edition“ . „Mit Fußballkuriositäten auf jeder Rolle“, verkündet die Packung.
Zwei spielfreie Tage. Was in aller Welt kann man da anfangen?
Ist das nicht schrecklich? Zwei spielfreie Tage. Was in aller Welt kann ich heute anfangen? Und wie war das noch … damals … bevor die WM begann?
Wie ein Junkie auf Entzug starre ich auf den fußballfreien Fernseher. Der Ball rollt nicht. Die Fanmeilen sind leer. Die Vuvuzelas stumm. Keine Spiele. Keine Tore. Nach 56 Spielen in nur 19 Tagen macht die WM zwei Tage Pause. So etwas ist doch unendlich. Das ist so, als würde man einem Kettenraucher die Zigaretten wegnehmen. Oder Tiger Woods die Nachbarinnen.
Und wo sind Netzer und Kahn? Wo Herr Klopp und Herr Klinsmann?
Jogis Glückspullover
Zumindest die BILD-Zeitung ist überzeugt davon, dass der Sieg der deutschen Nationalmannschaft über England auch der Tatsache zu verdanken ist, dass Bundestrainer Jogi Löw während des Spiels wieder seinen blauen Glückspullover getragen hat. Und in der Tat:
Gesehen, gekauft, verstaubt
Dinge, die die Welt nicht braucht
Haben Sie schon mal Sachen gekauft, die Sie unbedingt haben mussten – und höchstens einmal? Und sie anschließend nie wieder gebraucht haben?
Der böse Kunde!
Nun ist sie also versiegt. Meine Quelle. Das Versandhaus, dem ich zu Kinderzeiten ewig pieksende Hosen, einen orangefarbenen (!) Cordanzug und meine erste Quarz-Uhr mit roter Digitalanzeige verdanke – es gibt es nicht mehr.
Ein Leser einer meiner Newsletter schreibt dazu:
Seit ich denken kann, hab ich immer mal wieder dort bestellt, jedes Mal gute Erfahrungen gemacht – besonders mit den Privileg-Elektro-Geräten (Waschmaschine, Kühl-/Gefrierschrank etc.), die durchweg nicht kaputt zu bekommen waren bzw. sind.
Mit Quelle stirbt tatsächlich „ein Stück deutsche Handelsgeschichte“ und ein Stück „Einkaufs-Heimat“ in Deutschland! Dieses Versandhaus wird vielen Menschen fehlen. Unglaublich, dass man es einfach im Nirwana verschwinden lässt!
Wie bringt man so was der geliebten Frau an der eigenen Seite bei?
3, 2, 1 Mist.
Heute musste ich zum Onkel Doktor. Reine Routine. Wie Sie als Leser von Steins Woche wissen, habe ich mir im letzten Winter beim Skifahren das Kreuzband und den Meniskus verhunzt. Der Onkel Doktor, der es operiert hat, wollte nur wissen, ob mit dem Knie alles in Ordnung ist. „Ist es“, konnte ich ihm versichern.
Mit seinem Knie dagegen, eigentlich mit seinen beiden Knien, war aber etwas ganz und gar nicht in Ordnung. Sie schlotterten ein wenig.
Twittern ist nur was „für ältere Menschen“
Weltstar werden
Manchmal frage ich mich: „Bin ich bekloppt, oder sind es die anderen?” Zum Beispiel dieser Matthew Robson, der sich gerade anschickt, eine Börsenberühmtheit zu werden. Wie, den kennen Sie nicht?
Nun gut, das ist keine Schande. Der junge Mann ist Engländer, 15 Jahre alt – und hat gerade ein Schülerpraktikum bei der amerikanischen Bank Morgan Stanley gemacht.
Die Bank hat dem jungen Mann eine interessante Aufgabe gestellt:
Er sollte die Mediengewohnheiten seiner Freunde beschreiben. Und weil die Analysten bei Morgan Stanley den Bericht für hochinteressant hielten, haben sie ihn veröffentlicht. Die Veröffentlichung hat hohe Wellen geschlagen. Die Bank selbst spricht von „einigen der klarsten und aufrüttelndsten Erkenntnisse, die wir je gesehen haben.”
Es ist aber auch so eine Sache mit Humor in der Rede…
Es gibt Redner, die halten sich für ungemein witzig. Schade nur, wenn das Publikum das ganz anders sieht. Gestern war es so weit. Der Redner – ein Banker – erzählt seinem staunenden Publikum (geschröpfte Anleger), dass derzeit die merkwürdigsten Empfehlungen kursieren. „Stellen Sie sich vor (haha), es gibt doch Menschen, die empfehlen derzeit, Gold zu kaufen. Gold (hahaha)! Das bringt doch über die Jahre maximal 1 bis 2 % Rendite. Das ist doch lachhaft. Das ist nicht mal der Inflationsausgleich. Hahaha. Da kann man sein Geld ja auch gleich in Zigaretten anlegen (hahahaha).”
Die Reichen können doch nichts dafür!
Die Schere zwischen Arm und Reich
Heute ist es wieder so weit. Die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung stellt das Ergebnis der neuen, von ihr in Auftrag gegebenen Vermögensstudie vor. Die Erkenntnis: Die Schere zwischen Arm und Reich geht in Deutschland weiter auseinander.






