Mit freundlichen Grüßen aus Brüssel
Da hatten die Brüsseler Eurokraten so einen schönen Einfall …
Auf der immerwährenden Suche nach neuen Einnahmequellen war man auf die Idee gekommen, zukünftig neben der Maut von den LKWs auch noch eine Art „Gebühr für alles neben der Straßenabnutzung“ zu verlangen. Eine „Anlastung für Stau, Lärm und Luftverschmutzung“. „Da kommen Milliarden zusammen“, wurde mit freudiger Erregung verkündet. Und um das Ganze mit Zahlen zu untermauern, wurde eine bekannte und seriöse Beratungsfirma beauftragt, diese Kosten (= zukünftige Einnahmen) zu ermitteln. Dumm nur: Die Studie ergab, dass damit nur 635 Mio. Euro jährlich einzutreiben sind – europaweit.
Was sagen Sie zum Urteil zur Vorratsdatenspeicherung?
Aua. Die Klatsche, die das Bundesverfassungsgericht heute unseren geschätzten Politikerinnen und Politikern erteilt hat, tut weh. Das Gesetz zur Vorratsspeicherung von Daten ist gekippt. Bis es zu einem neuen Gesetz kommt, dürfen die Telekommunikationsunternehmen und Provider nichts mehr im Auftrag des Staates speichern. Mit dem Entfernen des Gesammelten ist augenblicklich zu beginnen.
Einverstanden? Na dann: RUF MICH AN.
Wir können doch drüber reden …
Warum bin ich nicht selbst darauf gekommen? Alle tun es. Und keiner hat ein schlechtes Gewissen dabei. Die Dame von der 0900-Nummer, die mich abends anbrüllt: „Ruf mich an!“ – und für den Anruf eine Menge Geld nimmt. Auch wenn sie mir das vorher gar nicht gesagt hat.
Rechtsanwälte tun es. Sie lassen sich Gespräche mit Mandanten teilweise fürstlich bezahlen – sofern man nicht privat mit ihnen befreundet ist oder der Einfachheit halber einen heiratet.
Psychologen und Psychiater tun es ebenfalls. Auch sie werden dafür bezahlt, um mit Ihnen zu sprechen.
Was sagen Sie zum Medienecho der Trunkenfahrt der Bischöfin
„Die Liebe, die der Wein gemacht“
Kennen Sie Rex Gildo? Der Mann war Schlagerstar, bummelte seinerzeit mit der Sängerin Gitte gerne des Nachts im Stadtpark unter den Laternen, feierte unentwegt die Fiesta Mexicana und liebte die Liebe, die der Wein gemacht. Zumindest sang er davon:
EU-weit sollen die Bußgelder drastisch steigen
Jeder mag sich ja zum Rosenmontag so seine eigenen Gedanken machen. Merkwürdigerweise mache ich mir diese:
Rosenmontag, Pappnasen marschieren fröhlich in den Städten,
es wird gesungen, geschunkelt, gelacht.
In Brüssel aber denkt man an Maut, Telearbeit und Zigaretten,
flugs werden sich neue Regeln ausgedacht.
Höhere Steuern oder ein Werbeverbot für Alkoholika?
Was tun mit dem Besoffenen?
Ha, als wäre es Zufall! Heute erreicht mich eine Leserfrage: „Was tun, wenn ein Mitarbeiter auf der Betriebsfeier betrunken ist. Müssen wir den schützen?“ – und gleichzeitig tickert über meinen Bildschirm die Agenturmeldung: „Weltgesundheitsorganisation fordert: Alkohol soll teurer werden“
Die Bundeskanzlerin hat sich doch noch entschlossen zu regieren
Freitag. Schon wieder eine Woche um. Wenn das so weitergeht, ist das Jahr vorüber, bevor es richtig angefangen hat … Und mein Wunsch wird mir auch nicht erfüllt … hatte ich mir doch für heute als Schlagzeile in der Morgenzeitung den Satz gewünscht: „Die Bundeskanzlerin hat sich doch noch entschlossen zu regieren.“ Und dann weiter im Text:
Gesundheitsreform: Fünf-Prozent-Steuer auf Botox-Spritzen
Was muss ich heute im Newsletter „Steuern und Bilanzierung aktuell“ lesen? Kurz vor Weihnachten tobte in den USA (mal wieder) die Debatte um die Gesundheitsreform. Nach Einschätzung des demokratischen US-Präsidenten Barack Obama ein historischer Schritt, mit dem ein jahrhundertelanger Kampf beendet wurde.
Finden Sie diesen Witz auch so unlustig?
Der unanständige Witz
In Regierungskreisen gibt es einen Witz, der als besonders empörend und abstoßend, als „die Wahrheit verkennend“ und „bösartig“ empfunden wird. Hier ist er:
Ein Mann liegt beim Psychiater auf der Couch. „Herr Doktor, ich bin fix und fertig …“
„Was machen Sie denn so?“, will der Psychiater wissen.
Der Mann antwortet: „Ich habe eine Villa am Bodensee, ein Ferienhaus an der Cote d’Azur. Ich fahre einen Porsche Cayenne, meine Frau einen Audi A8. Unsere beiden Söhne studieren in Harvard. Unsere Yacht liegt auf Mallorca.“
Wie finden Sie die sog. “Herdprämie”?
Was interessieren mich andere Meinungen?
Das ist mal ein starkes Stück … Die neue Regierung möchte ja dringend eine sogenannte „Herdprämie“ einführen. Eine Herzensangelegenheit der CSU. Die Herdprämie ist ihr mindestens so wichtig wie der FDP die Absenkung des Mehrwertsteuersatzes für Hotels. Wobei beides ja unmittelbar zusammenspielt: Schließlich wird dem Vernehmen nach in Hotels das ein oder andere Kind gemacht…
Nun ist das mit der „Herdprämie“, also der von Staats wegen verordneten „150-Euro-im-Monat-Prämie-für-Eltern-die-ihre-nicht-schulpflichtigen-Kinder-zu-Hause-behalten“ und nicht in den Kinderhort geben, so eine Sache. Sie ist heftig umstritten …






